Sommertagung der Langschnäbler in Calau

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Ein paar Erinnerungen an die Sommertagung der „Langschnäbler“ in Calau

von Irene Wachter und Alfred Rützler


Beschreibung


Als wir uns Ende August 2008 in Mommenheim von den anderen Züchterfrauen und –männern verabschiedet haben, hieß es „ …bis nächstes Jahr in Calau, ihr kommt doch auch?!“ Jaaaa, was wissen wir als Österreicher schon über Calau? Da gibt es diese Witze und Reime, aber sonst ?

Irgendwann im Frühjahr 2009 bei unserer Urlaubsplanung haben wir festgestellt, dass es von Vorarlberg nach Calau doch weiter als angenommen ist. Kurzentschlossen haben wir entschieden, dass wir das Treffen der Langschnäbler-Züchter mit ein paar Tagen Urlaub verbinden wollen. Nach einigem Hin und Her, Auf und Ab haben wir uns für Bad Schandau entschieden. Wir haben in der Sächsischen Schweiz vier herrliche Tage verbracht, waren auch einen Tag in Dresden und sind heute noch hellauf begeistert.

Am Freitag, 28. August 2009 erst gegen Abend – wir haben noch einen Abstecher nach Meissen gemacht – sind wir im Hotel zur Post in Calau eingetrudelt. Da in der „Post“ zu wenig Zimmer zur Verfügung standen (… und mein Alfred bis kurz vorher „vergessen“ hatte, ein Zimmer zu bestellen …) wurden wir zur Pension „Stolpe“ gelotst, was nicht unbedingt zu meiner Freude war. Die Pension „Stolpe“ hat ein eigenes Flair, wird von einer reizenden, aber redseligen älteren Dame geführt. Für meinen Urlaub wäre das Zimmer ungeeignet, aber übers Wochenende sollte es reichen. Den Freitag-Abend haben wir gemütlich mit unseren Zuchtfreunden und deren Frauen verbracht, es gab viel zu erzählen und viel zu schnell war Mitternacht und Schlafenszeit.

Gewohnt bei offenem Fenster und Alpenluft zu schlafen hat sich die Nacht unruhig gestaltet, denn die Mücken wussten nicht, dass wir müde sind …. Doch: Frau Stolpe hat uns ein ausgiebiges, vorzügliches Frühstück serviert, der Kaffee hat uns geweckt und die Anektödchen von Rüdiger Lang und Siegmar Leiste haben uns endgültig wach gemacht.

Treffpunkt war wieder für alle die „Post“, nur gab es an diesem Samtstag-Vormittag eine klare Trennung in Männlein und Weiblein, Taubenzüchter und Nichtzüchter, Experten und Laien. Die männlichen Taubenkenner haben ein paar Stunden auf dem Brandenburgischen Rassetaubentag verbracht. Dort hatten sie die Möglichkeit, sich mit Zuchtfreunden aus Brandenburg und Polen auszutauschen. Karl-Heinz Wintermeyer hat ein exzellentes Referat über unsere Langschnäbler gehalten. Für den Sonderverein war besonders erfreulich, dass ein blaues Bärtchen als bestes Tier herausgestellt wurde. Hätte sich nicht der Hunger gemeldet, vermutlich würden unsere Experten noch heute vor den Käfigen stehen.

Wir Frauen haben währenddessen dem Heimatmuseum Calau einen Besuch abgestattet. Das Museum ist in einem alten Fachwerkhaus untergebracht. Es zeigt die Geschichte der Region anhand von Ausgrabungsstücken, Gegenständen der Zünfte und Dokumenten regionaler Ereignisse mit zahlreichen Bildern und Fotos. Nach dem Besuch des Heimatmuseums sind wir in kleinen Gruppen durch Calau geschlendert, haben uns im Garten der „Post“ wieder getroffen und dort geduldig gewartet, bis unsere Helden mit strahlenden Augen, begeistert, lachend und diskutierend des Weges gekommen sind.

Für den Nachmittag hatten Steffen Scholze zusammen mit Renate und Karl-Heinz einen Ausflug für uns alle zur Slawenburg Raddusch/Vetschau organisiert. Dabei handelt es sich um eine Rekonstruktion einer slawischen Rundburg, gebaut aus Holz und Lehm. Sie diente den Lusitzi als Fliehburg etwa im 9. und 10. Jahrhundert. Im Inneren des Walles wurden wir in einem informativen Museum über die Geschichte und Besiedlung der Niederlausitz informiert. Der Ausflug fand seinen Abschluß mit einem Besuch des angeschlossenen Bistros mit Kaffee und leckerem Kuchen. Nach unserer Rückkehr nach Calau sind wir feingemacht, hungrig und neugierig auf einen Abend mit interessanten Gesprächen von „Stolpes“ zur „Post“ spaziert. Beim offiziellen Teil des Abends wurden die Leistungspreise des SV vergeben. Abgerundet wurde der Abend mit einem leckeren Essen, ein oder zwei Gläser gutem Wein und einem Tänzchen. So hat sich der Abend äußerst angenehm entwickelt und irgendwann sind wir dann von der „Post“ zu „Stolpes“ gestolpert ….

Die „Fachleute“ haben am Vormittag ihre Jahreshauptversammlung absolviert.Wir Frauen sind derweil unter fachkundiger Führung durch Calau spaziert. Um die Mittagsstunde war es leider schon wieder an der Zeit, um Abschied zu nehmen und es hieß „… bis nächstes Jahr in Oybin, ihr kommt doch auch?“.

Nun ja, wir haben anschließend noch einen Abstecher nach Lübben in den Spreewald gemacht und dieser Abstecher war eindeutig zu kurz; also ein weiterer Grund, sich das letzte Augustwochenende 2010 frei zu halten. Und lassen wir die Tauben und den Spreewald als Vorwand mal weg, so kommen bei diesem Langschnäbler-Treffen so tolle Menschen zusammen, dass wir auch weiter als ums ‚nächste Eck‘ fahren, also:

Bis dann in Oybin!

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