Bericht des 1. Vorsitzenden aus dem Rundschreiben 2010

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Mainz, März 2010 Sehr geehrte Züchterfreunde und Mitglieder,

nun ist es also wieder soweit: unser alljährliches Rundschreiben liegt vor Ihnen. Die Ausstellungen der Saison 2009 gehören der Vergangenheit an. Wir haben schon voller Elan mit der Aufzucht der Jungtauben begonnen.

Ich beginne mit einem Rückblick auf das letzte Jahr: Im Frühjahr 2009 trafen wir uns zunächst in Halberstadt, um unserer langen Tradition folgend die Ausstellungsergebnisse der vergangenen Schausaison zu besprechen. Wo gab es schöne Langschnäblertauben zu sehen, wurden die gesteckten Zuchtziele erreicht und welches Rassemerkmal gilt es besonders zu beachten – das waren die Themen, die alle Teilnehmer interessierten. So konnten sich die Züchter über wichtige Zuchtprobleme ausführlich informieren und nicht selten auch selbst praktische Hinweise für eine gute Taubenzucht geben. Diese Versammlung bildete aber auch ein Forum dafür, die anstehenden Vereinsvorhaben wie z.B. die Teilnahme an bestimmten Schauen zu planen. Die sich anschließende Tierbesprechung bot die Chance, Zuchtprobleme am Beispiel lebender Tiere zu erkennen und zu diskutieren. Die angeschlossene Taubenbörse gab Gelegenheit, Tiere zu tauschen oder zu erwerben.

Für unsere diesjährige Frühjahrsversammlung wünsche ich mir, dass sich unsere SV-Mitglieder zahlreich hierzu einfinden und vielleicht in einer anschließenden gemütlichen Runde noch das eine oder andere Züchtergespräch geführt werden kann. Das wäre doch eine schöne Abrundung unseres Treffens!

Unsere Sommertagung 2009 mit der Jahreshauptversammlung hielten wir im Hotel „Zur Post“ in Calau/ Niederlausitz ab. Lesen Sie hierzu den unterhaltsamen Bericht auf den Seiten 45/46, eine gelungene Gemeinschaftsproduktion unseres Zuchtfreundes Rützler und Frau Irene Wachter. Gefreut haben wir uns über den Erfolg unseres Zfr. Thomas Süß, der beim Brandenburger Taubentag mit einem blauen Bärtchen das Championtier des Tages stellen konnte.

Am Sonntagmorgen hielten wir unsere Jhv ab. Weitere Einzelheiten hierzu können Sie dem Protokoll auf den Seiten 63-65 entnehmen. Natürlich führten wir auch unsere Tradition fort, die vorab in ‚Heimarbeit‘ selbst erstellten Grußkarten für unsere erkrankten oder verhinderten Mitglieder von den Anwesenden unterschreiben zu lassen und zu versenden.

Besonders gefreut haben wir uns neben der zahlreichen Teilnahme der Mitglieder aus der näheren Umgebung des Tagungsortes über die Teilnahme unserer Zuchtfreunde aus Österreich (Familie Rützler) und den Niederlanden (Familie Lewin) die sicherlich die weiteste Anreise hatten. Nicht unerwähnt möchte ich auch lassen, dass ich es bewundernswert finde, dass unser treues Mitglied Robert Steiger es sich nicht nehmen ließ, in gewohnt alter Frische an unserer Tagung teilzunehmen. So konnte er am Sonntag seinen 78. Geburtstag in unserer Runde begehen. Mit der Junggeflügelschau in Hannover wurde die Schausaison eröffnet. Unsere Rassen waren hier leider nicht vertreten. Der Termin scheint wirklich zu früh für unsere Tauben zu sein. Bedenkt man, dass der finanzielle und organisatorische Aufwand für uns Züchter nicht unerheblich ist, so ist man bestrebt, ganz besonders gute Tiere auszustellen - und das ist wohl eher schwierig zu diesem frühen Zeitpunkt. Dennoch sollten wir versuchen, auf dieser Schau im nächsten Jahr wieder einmal mit unseren Rassen vertreten zu sein. Dafür konnten wir uns über eine gute Beteiligung unserer Rassen bei der Rassegeflügelschau in Hohendodeleben mit 83 Langschnäblertauben freuen. Auch die darauf folgende Sonderschau in Magdeburg war gut beschickt: 35 DLT in der Jugendabteilung und 89 DLT/PLT der Senioren. Herzlichen Glückwunsch an unseren Jungzüchter Kevin Löwigt zum „Vorzüglich“ bei den roten Bärtchen! Es wäre absolut wünschenswert, anzustreben, dass sich mehr junge Züchter für die Mitarbeit in unserem SV begeistern!

Dann folgte das ganz große Ereignis in Leipzig bei unserer HSS anlässlich der VDT-Schau. Mit so einer großen Beschickungszahl hatten wir wirklich nicht gerechnet. So konnten wir uns an 390 DLT und 44 PLT erfreuen. Eine besondere Würdigung der Zuchtergebnisse war die Erringung von 13 „Deutschen Meistern“ unserer SV-Züchter. Dieses Ergebnis kann sich fürwahr sehen lassen! Bei der Taubenversteigerung rückten wir durch die Taubenspenden von Paul Wöllner (gelbe Bärtchen) und Robert Steiger (Silberelstern) in den Blickpunkt und machten so auf unsere Langschnäbler aufmerksam.

Die Meldungen zur „Nationalen Bundesschau“ in Dortmund war erwartungsgemäß nicht so sehr umfangreich. So bleibt zu hoffen, in diesem Jahr in Frankfurt a.M. wieder einmal mehr Langschnäbler zu sehen. Das wäre auch im Hinblick darauf, dass bei einer Beteiligung von ca. 80 Tieren bei der „Nationalen“ der Titel „Bundessieger“ vergeben wird, erstrebenswert. Die zwei letzten Sonderschauen verdienen es, besonders erwähnt zu werden: Hier ist die Dt.-Tümmler-Schau in Altenstadt zu nennen, bei der 108 DLT und 16 PLT gemeldet waren. Der einreihige Aufbau und die individuelle Atmosphäre prägen diese Schau in positiver Weise. Die Sonderschauen in Wanzleben mit 89 Tauben und schlußendlich bei der „Oberlausitzer Rassegeflügelschau“ in Schönbach, bei der 117 Tauben unserer beiden Rassen vertreten waren, waren eine gute Werbung für uns und ein würdiger Abschluß der Schausaison. Vom 20. bis 25. Januar 2010 war ich einer Einladung zur Bewertung nach Valls/Spanien gefolgt. Wenn Sie meine Eindrücke hierzu interessieren: nähere Einzelheiten finden Sie auf den Seiten 49/50.

Schließen wir nun den Rückblick ab und wenden uns der kommenden Zuchtsaison zu. Durch den lang anhaltenden Winter wird die Anpaarung wahrscheinlich verzögert. Ich hoffe, dass die uns noch verbleibende Zeit ausreicht, um eine zufriedenstellende Aufzucht zu erbringen. Denn bis die letzte Schwungfeder der Jungtiere gemausert ist, braucht es ungefähr fünf Monate.

Die Frühjahrsversammlung 2010 bietet eine gute Gelegenheit, das eine oder andere Zuchtproblem mit Kollegen zu besprechen. Schauen Sie mal auf die Tagesordnung.

Ende August treffen wir uns dann auf Einladung von Steffen Scholze im Hotel „Hubertus“ in Oybin in der Oberlausitz. Ich hoffe auf ein erlebnisreiches Wochenende in Gemeinschaft mit Ihnen. Ich bin davon überzeugt, dass sich unser Zfrd. Scholze einiges einfallen lassen wird, diese Sommertagung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.

Ich nehme an dieser Stelle die Gelegenheit wahr, mich bei den zahlreichen Mitgliedern zu bedanken, die auf verschiedenen Wegen den Kontakt zu mir halten und so zu einem lebendigen Vereinsleben beitragen. Einen besonderen Dank für die zuverlässige Zusammenarbeit richte ich an meine Vorstandskollegen. Eine sehr wichtige Aufgabe erfüllt hierbei unser langjähriger Kassierer Werner Mannke, der seine Aufgabe absolut zuverlässig wahrnimmt und so für die solide finanzielle Grundlage unseres SV Sorge trägt. Mein Dank gilt aber auch manchem Spender für seine Unterstützung der Vereinsarbeit, ganz gleich, ob diese in finanzieller Natur oder durch tatkräftige bzw. praktische Unterstützung bei den Vorbereitungen für die kommenden Veranstaltungen im nächsten Jahr zum Ausdruck kommt. Unserem Zfr. Alfred Nicol gebührt ein Dank für seine ‚Wandzeitungen‘, die er immer wieder für die diversen Ausstellungen fertigt. Ganz besonders gefreut hat es mich, dass wir Frau Irene Wachter und unseren Zfr. Alfred Rützler dafür gewinnen konnten, einen Bericht über unsere Sommertagung 2009 zu liefern. Vielen Dank an die beiden! Nichts motiviert mich für meine Arbeit als SV-Vorsitzender mehr als aktive Mitglieder, die mich bei der Arbeit unterstützten.

Mit großen Schritten nähern wir uns einem Ereignis: im Jahr 2011 können wir das 125-jährige Jubiläum unseres SV begehen. Zeitgleich stehen unsere Tauben als „Rassen des Jahres 2011“ im Mittelpunkt der deutschen Rassetaubenzucht. In der TO zur Jahreshauptversammlung habe ich die Schauen genannt, bei denen wir im Jahr 2011 mit einem Informationsstand unsere Tauben und den SV präsentieren möchten. A ll diese Aktivitäten setzen voraus, dass wir rechtzeitig planen. Schließlich soll unser Jubiläum und die Präsentation der „Rassen des Jahres“ uns viel Freude machen und eine überzeugende Werbung für unseren SV sein. Für diesbezügliche Hilfe jeglicher Art bin ich sehr dankbar. Im Rahmen unseres Jubiläums wollen wir ein Bild präsentieren, das unsere Taubenrassen darstellt und zugleich unser Jubiläumsjahr festhält. Hierfür konnte ich den Maler Max Holdenried gewinnen. Nach einigen Vorbesprechungen begann dieser sein Werk, das ich dann im Juli 2009 in Empfang nehmen konnte. Nun galt es, einen entsprechende Beschriftung und einen passenden Rahmen für unser Taubenbild zu finden. Wie ich finde, ist uns dies gut gelungen. Lassen Sie sich überraschen!

Sind die Arbeiten für dieses Rundschreiben abgeschlossen, werde ich mich wieder verstärkt den Vorarbeiten für das Jubiläumsbuch widmen. Es soll von so manchem Ereignis der SV-Geschichte berichten und die Entwicklung unserer beiden Rassen festhalten. Und wie in jedem Jahr möchte ich auch heute die Bitte um rege Mitarbeit an Sie herantragen: Wenn Sie Anregungen, Vorschläge oder neue Ideen haben, die der Bereicherung unseres Vereinslebens dienen, so lassen Sie mich dies bitte wissen. Ich bin auf Ihre Mitarbeit angewiesen, sie ist mir sehr wichtig und wertvoll. Unser SV lebt durch Sie und Ihre Ideen! Sicher ist Ihnen das Fortbestehen unseres Vereins ein ebenso großes Anliegen wie mir. Daher bitte ich Sie, die verschiedensten Anlässe wahrzunehmen, um neue SV Mitglieder zu werben. Nur so können wir das Fortbestehen unseres Sondervereins sichern.


Insbesondere in folgenden Angelegenheiten bitte ich weiterhin um Ihre Mitarbeit bzw. Info:

Wer kann uns für das nächste Rundschreiben oder das Jubiläumsbuch einen Artikel oder Zuchtberichte zur Verfügung stellen?

Haben Sie Bilder von Tauben, Züchtern oder Züchtertreffen aus alten oder neueren Zeiten für den SV übrig bzw. können Sie solche zwecks Ablichtung ausleihen?

Gibt es neue Züchter oder an unseren Rassen Interessierte in Ihrer Nähe?

Erhalten Sie regelmäßig das „VDT-Journal“?

Haben Sie eine Internetadresse, die Sie im Rundschreiben den Züchterkollegen mitteilen wollen?

Bezüglich Anfragen oder Informationen, die diese Punkte betreffen, wenden Sie sich bitte an mich.

Nun wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie bzw. Ihren Angehörigen ein „Frohes Osterfest“! Ich freue mich auf ein gesundes Wiedersehen bei den Versammlungen in Halberstadt und Oybin.

Viel Freude bei der Jungtieraufzucht, gute Zuchtergebnisse und

gute Unterhaltung beim Lesen dieser Broschüre!

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinz Wintermeyer Vorsitzender