Berichte des Zuchtwartes PLT 2010

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Kurzbericht zur Zuchtstandsentwicklung der PLT

Ausstellungssaison 2010/ 2011

Andreas Rambow (Zuchtwart PLT)

Den besten Eindruck zur aktuellen Entwicklung im Zuchtstand unserer Polnischen Langschnäbligen Tümmler erhalte ich in jedem Jahr bei den überregionalen Vergleichsschauen. Sehr gute Gelegenheiten stellen dabei unsere Sonderschauen, an der Spitze die Hauptsonderschau, dar.

Wenn ich also mit der Hauptsonderschau 2010 in Erfurt, angeschlossen an die 59. Deutsche Rassetaubenschau des Verband Deutscher Taubenzüchter e.V. beginne, so gilt zunächst zu resümieren, dass ich froh bin, wenn hier mit der Beteiligung von nur 3 Züchtern doch noch 32 Tiere unserer PLT zu sehen waren. Mit dem Wissen, dass es ja noch weitere Züchter in unserem Sonderverein, aber eben auch einige Züchter zusätzlich und nicht nur nebenher gibt, kann ich nur werben, dass zukünftig wieder mehr Beteiligung einen tatsächlichen Vergleich aussagekräftiger widerspiegeln wird. Allein schon die Teilnahme unseres Zuchtfreundes Robert Steiger mit seinen Tieren in eisfarbig geelstert und perlfarbig geelstert zeigten eindrucksvoll, was im Zuchtstand derzeit möglich ist. Mit einmal „v 97“ und zweimal „hv 96“ gab er den richtigen Richtungszeig. Typische aufrechte Haltung, hohe Stellung mit dem erforderlichen Schenkelbild und die harmonischen Figuren bildeten das Ideal. Unumstritten sind es darüber hinaus die das Perlauge umrahmenden, herrlich dunklen Masken (bei den eisfarbigen) und die festen, schmalen Schwänze, was die Spitzentiere auszeichnete. In dieses Bild passen sich dann noch die feine Halsführung und die zarten Färbungen bei straffer, ebenmäßiger Feder ergänzend ein. Beim Gesamtbild „Kopf mit Schnabel“ konnten die Kollektionen, in eisfarbig-geelstert und perlfarbig-geelstert, schon Stabilität vermitteln. Hier freute mich, dass ich mit meinen Tieren, insbesondere meiner besten Täubin doch schon relativ weit qualitativ aufschließen konnte. Die Kopflänge, die Proportionen und die Oberlinien konnten sich insgesamt sehen lassen. Gerade hier zeigt sich die gute Entwicklung der letzten Jahre, die es nun gilt, weiter zu festigen. Die gewünschten Linien mit Blick von der Seite und von oben sind frei von Kniff und Druck! Die notwendige Schnabelsubstanz ist dabei der Grundstein, bei feingliedriger Warze eine störungsfreie Profillinie zu bilden! Die drei wenigen „g- Tiere“ mussten sich, gerade was die Kopfpunkte und die Profillinien angeht, einige Kritiken gefallen lassen, welche über den Rahmen eines Wunsches hinaus gingen. Wobei an dieser Stelle darauf hingewiesen sei, dass ein reines Perlauge bei späten Jungtieren (Rassebedingt nicht vergleichbar mit z. B. Steigerkröpfern!) oder eine dunkle Maske bei alten Täubinnen wohl mit dem nötigen Fingerspitzengefühl und zugelassenen Abstrichen zu bewerten sind. Dieses Thema sollte ggf. zur Tierbesprechung in der Sommertagung noch einmal aufgegriffen werden. Abschließend zu den Ausführungen für die HSS sei der Ausdauer des Züchters Joachim Prager gedankt, der mit seinen eisfarbig- weißschwingigen Tieren in bindig und gehämmert die Fahne für diese seltenen Farbenschläge weiterhin nach oben hält!


Als Zweites möchte ich noch von der letzten unserer Sonderschauen dieser Ausstellungssaison berichten. In Schönbach war unsere Sonderschau angeschlossen an die 20. Große Oberlausitzer Rassegeflügelschau, dort stellten im Januar 2011 drei Züchter insgesamt 26 Tiere unserer PLT aus. Voran möchte ich gleich die gezeigten Tiere weißschwingig in eisfarbig mit Binden und in eisfarbig gehämmert herausstellen. Allein schon die Tatsache, dass diese seltenen Farbenschläge wiederholt in dieser Saison gezeigt wurden, verdient Lob und Anerkennung. Darüber hinaus überzeugten die Spitzentiere zwei Mal sg95 von den Zuchtfreunden Armin Menzel und Steffen Kriegel auch noch in der Qualität. Nicht nur figürlich zeigten diese Tiere bereits die typischen Rassemerkmale auf hohem Niveau. Sicher ist es das Ziel für die Zukunft, in der Kollektion noch die notwendige Ausgeglichenheit zu erarbeiten. So zeigten sich die Unterschiede in den Nuancen der Grundfarbe und deren Reinheit sowie im verschieden stark ausgeprägten Hämmerungsbild des Flügelschildes. Alles in allem soll es aber das Ziel sein, gerade die seltenen Farbenschläge zu fördern und in ihrer Beliebtheit zu stärken, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Natürlich bildeten die Tiere in eisfarbig-geelstert die stärkste Fraktion der PLT. Hier zeigten ebenfalls die Zuchtfreunde Armin Menzel und Steffen Kriegel die Tiere mit den besten Bewertungen. Der mit „hervorragend“ bewertete 1,0 überzeugte in Grundsubstanz, Stand und Haltung. Die Täubin bestach in der Hals- und Kopfhaltung, Maske, Auge und straffer, ebenmäßiger Feder. Insgesamt bzw. zusammenfassend musste ich aber objektiv feststellen, dass den unbestritten qualitativ hochwertigen Tieren aber z.B. ohne die Beteiligung der Spitzenzucht von Robert Steiger derzeit noch der gewisse „i-Punkt“ fehlte. Hier werden wir in der Zukunft gerade die o. g. Profillinien noch stärker in den Mittelpunkt rücken müssen.

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