Protokoll der Frühjahrsversammlung 2007

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Protokoll der Frühjahrsversammlung 2007 des Sondervereins der Züchter Deutscher und Polnischer Langschnäbliger Tümmler gegründet 1886

Anwesend: 35 Mitglieder und drei Gäste

Ort: Busses Bistro in Magdeburg

Beginn: 15. April 2007 um 9.30 Uhr

1.Eröffnung

Karl-Heinz Wintermeyer begrüßt die anwesenden Ehrenmeister und Ehrenmitglieder, die alten und insbesondere neuen Mitglieder, darunter den Jungzüchter Kevin Löwigt aus Magdeburg. Ein besonderer Gruß gilt den Züchtern Fuhrer, Gebert, Neugebauer und Steiger, die die weite Anreise auf sich genommen haben. Die Gäste sind Willi Braune aus Lohburg, Wolfgang Bohne vom LV Sachsen-Anhalt und Sigmar Thorun aus Barleben. Entschuldigt haben sich Werner Mannke und Christian Schejka. Die erkrankten Züchter Gierhardt, Ilgenstein und Wolfgramm bekommen eine Ansichtskarte mit den Unterschriften aller Anwesenden.

2.Niederschrift

Das Protokoll der Frühjahrsversammlung 2006 wird in der Fassung des Rundschreibens bestätigt.

3.Ausstellungsberichte

Waldemar Kapust berichtet über die Europaschau in Leipzig. Leider hatten hier die Käfige keine verdeckten Rückwände. So war es schwierig, die besten Tauben in der gewünschten Stellung dem Obmann vorzuführen. Bei den Einfarbigen senkten einige Tiere ihre Schnäbel. Der Schwanz soll bei Ausstellungstauben schmal und fest geschlossen sein, der Keil des Kopfes gut gefüllt. Der Schnabel muss gut schließen und die Nasenwarzen sollen sauber sein. Parasiten des Gefieders sind immer wieder Grund für niedrige Bewertungsnoten. Die Ungezieferbekämpfung muss schon vor der Mauser einsetzen und vor der Ausstellung noch einmal wiederholt werden.

Gute Resonanz fand die Großvolière auf der Landesschau in Magdeburg. Hier wurde den Taubenliebhabern die ganze Vielfalt der Langschnäbler präsentiert.

In Eickendorf wurden 16 Einfarbige in Schwarz ausgestellt.

Einen schwierigen Bewertungsauftrag hatte Karl-Heinz Wintermeyer bei den PLT in Leipzig. Die Tauben kamen aus drei Ländern. Das hatte den Vorteil, dass ein Europachampion und Europameister vergeben werden konnte. Aufmerksamkeit erregten die Tiere aus Polen, die schlankere Figuren und kleinere Ringe besaßen. Das erforderte unterschiedliche Maßstäbe in der Bewertung. Diese Unterschiede sollen mit den polnischen Zuchtfreunden diskutiert werden. Da die AL zu wenig Preise zur Verfügung gestellt hatte, wurde das Preisgeld aufgrund unseres Einspruches zurückgezahlt.

Peter Gebert bewertete die auf der VDT-Schau in Nürnberg ausgestellten Tiere. Die Käfige waren gut, das Licht schlecht. Jede Taube, die zum „V“ vorgeschlagen wird, muss vom Obmann kontrolliert werden. Sie sollte sauber und geputzt sein und ein fertiges ausgereiftes Gefieder besitzen. Generell muss auf ausreichend Schnabelsubstanz geachtet werden. Überzogene Köpfe eignen sich nur zur Zucht. Gesteckte Schnäbel führen oft zur Stirn.

Joachim Fuhrer berichtet, dass er unter den von ihm zu bewertenden Einfarbigen hervorragende Blaue mit dunklen Augenrändern hatte. Die Schwanzfarbe der Gestorchten sollte noch genauer definiert werden (Wiener Hellstörche). Der kantige Hinterkopf einiger Bärtchen gab Anlass zur Kritik. Die Schwanzbreite bei den Weißschwänzen muss künftig mehr beachtet werden. Der Kopf der PLT zeigte oft Druck. Der Hinterkopf zeigte sich zu kantig und der Augenrand zu hell. Karl Neugebauer gibt zu bedenken, dass es in Polen drei Zuchtrichtungen gibt (Lodz, Warschau, Krakau).

In der Diskussion wird auf schmale Schultern, eingebauten Flügelbug und abgerundeten Rücken hingewiesen.

4.Zuchtgeschehen

Im SV sind die PLT die Rasse des Jahres und sollen besondere Aufmerksamkeit erfahren. Georg Splett aus Bad Salzdetfurth hat den Standard übersetzt. Er ist mit der deutschen Musterbeschreibung identisch. Alfred Nicol berichtet, dass es Bestrebungen in Polen gibt, die Maße wie Höhe, Kopflänge und Standhöhe in Zentimetern anzugeben.

5.Ausstellungen

Die HSS findet am 9. Dezember 2007 in Leipzig statt. Bei 400 Tieren sind folgende Preisrichter vorgesehen: Fuhrer, Gebert, Kapust, Schepuck und Wintermeyer.

Zur Sonderschau in Hannover, am 28. Oktober 2007 soll Frau Schnepel wegen der geringen Anzahl langschnäbliger Tümmler akzeptiert werden.

Die Landesschau in Magdeburg findet bis zum 2. Dezember statt. Hier sollen die bewährten Sonderrichter bewerten.

Die Nationale ist am 16. Dezember 2007 in Dortmund.

In Süddeutschland soll eine Werbeschau abgehalten werden. Karl-Heinz Wintermeyer schlägt die internationale Taubenschau in Dachau vor. Die LVS Württemberg wäre auch möglich. Genaue Festlegungen erfolgen auf der Jahreshauptversammlung.

6.Verschiedenes

Der Sachstand zur Rückbenennung der fahlen Bärtchen wird mitgeteilt. Streifige Bärtchen müssen nach der Musterbeschreibung einen farbigen Hals haben. Dem Vorschlag vom BZA, Reiner Wolf, die Streifer als „Bindige“ zu bezeichnen, wollen wir nicht folgen.

Unser Mitglied Steffen Scholze, aus der PV Sachsen, bewirbt sich als Sonderrichter. Voraussetzung hierfür ist die Teilnahme an der Tierbesprechung anlässlich Jahreshauptversammlung.

Leo Kampert soll sich auf Vorschlag von Peter Gebert ebenfalls als SR bewerben. Im Jahre 2011 begeht der SV sein 125-jähriges Jubiläum. Unsere Rassen werden dann die „Rasse des Jahres“ im BDRG. Der erste Vorsitzende will unser Mitglied Werner Zahn bitten, dieses Ereignis literarisch zu begleiten.

Die neuen Mitglieder werden auf der JHV offiziell bestätigt und aufgenommen.

Waldemar Kapust schließt die Versammlung mit einem dreifachen „Gut`Zucht“

Im Anschluss findet eine Tierbesprechung auf dem Anwesen von Lothar Busse statt.


Karl-Heinz Wintermeyer (Erster Vorsitzender)_____________Siegmar Leiste (Erster Schriftführer)

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